Mittwoch , 17 Juni 2026

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Weichenstellung für die digitale Zukunft: BMFTR fördert Phase II der 6G-Plattform mit 8 Millionen Euro

Der künftige Mobilfunkstandard 6G gilt als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien für die fortschreitende Digitalisierung in Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft. Um die technologische Souveränität Deutschlands und Europas langfristig zu sichern und Innovationen frühzeitig in globale Standards einzubringen, treibt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Entwicklung entschlossen voran.

 


 

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Mit dem offiziellen Projektstart am 1. Mai 2026 ist die nationale 6G-Forschung in eine neue, transferorientierte Phase eingetreten: Das BMFTR fördert die „6G-Plattform Phase II“ bis zum Jahr 2030 mit rund 8 Millionen Euro.

Fokus auf Transfer und internationale Standardisierung

Die bereits 2021 ins Leben gerufene 6G-Plattform dient als zentrales Bindeglied zwischen Forschung, Anwendung und Politik. In der nun gestarteten zweiten Phase liegt der Schwerpunkt verstärkt auf dem Technologietransfer und der Erzielung globaler Wirkung.

Die Plattform arbeitet hierbei eng mit den vier kürzlich gestarteten nationalen 6G-Transfer-Hubs (xG-RIC, 6G-Life, 6GEM+ und Open6GHub+) zusammen, die als Impulsgeber für ein marktreifes Innovationsökosystem fungieren.

Ein Kernziel der Initiative ist die aktive Mitgestaltung weltweiter Mobilfunkstandards. Da diese in internationalen Gremien wie der 3GPP, ITU und ETSI einheitlich festgelegt werden und maßgeblich über künftige Märkte entscheiden, sollen technologische Entwicklungen „Made in Germany“ dort frühzeitig verankert werden.

Vernetzung, Dialog und die Förderung von Fachkräften

Neben der strategischen Standardisierung setzt die 6G-Plattform auf intensiven Austausch und den Aufbau von Kompetenzen:

  • Internationale Konferenzen: Über Formate wie die Berlin 6G Conference wird der deutschen Forschung eine internationale Bühne geboten, um Kooperationen über Ländergrenzen hinweg zu stärken.
  • Nachwuchsförderung: Die Plattform unterstützt gezielt die Ausbildung und Vernetzung junger Talente entlang der gesamten Innovationskette, um den Bedarf an spezialisierten Fachkräften zu sichern.
  • Wissenschaftskommunikation: Technologische Entwicklungen sollen verständlich vermittelt werden, um den Dialog mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aktiv auszubauen.

Starkes Konsortium unter bewährter und neuer Leitung

Die Koordination der Phase II verbleibt in den Händen von Professor Hans D. Schotten an der RPTU Kaiserslautern-Landau. Er betont, dass die enge Verzahnung der Forschung der entscheidende Hebel sei, um Deutschland als starken Akteur zu positionieren, Innovationspotenziale zu erschließen und ein Netzwerk für den Mittelstand sowie Start-ups zu schaffen.

Neu in das Konsortium aufgenommen wurden das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI) sowie die Technische Universität Berlin unter der Leitung von Professor Slawomir Stanczak. Das Fraunhofer HHI bringt seine umfassende Expertise in der Standardisierung moderner Kommunikationssysteme ein. Laut Stanczak ist diese Verbindung aus wissenschaftlicher Exzellenz, frühzeitiger Standardisierung und klarer Wissenschaftskommunikation entscheidend, damit europäische Innovationen eine globale Wirkung entfalten können.

Beitrag zur Hightech-Agenda

Als integraler Bestandteil der nationalen Forschungsroadmap für sichere und resiliente Kommunikationssysteme leistet die 6G-Plattform einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Agenda Deutschland. Sie bildet zusammen mit den Transfer-Hubs das Fundament für künftige Wertschöpfung und technologische Unabhängigkeit.

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