Mittwoch , 27 Mai 2026

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Der Einzug der KI-Agenten: Jeder zweite Deutsche offen für automatische Einkäufe per „Agentic Commerce“

Künstliche Intelligenz (KI) verändert den Onlinehandel in rasantem Tempo. Nach den ersten Schritten mit Chatbots und personalisierten Produktempfehlungen steht die nächste Entwicklungsstufe bereits in den Startlöchern: der sogenannte „Agentic Commerce“. Darunter versteht man eine Form des digitalen Handels, bei der KI-basierte Agenten im direkten Auftrag der Verbraucher eigenständig Produkte vergleichen, auswählen und sogar den Bezahlvorgang abwickeln.

 


 

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Eine aktuelle und repräsentative GfK-Studie im Auftrag von Mastercard zeigt nun, dass die Deutschen dieser Technologie überraschend offen gegenüberstehen. Demnach kann sich bereits jede zweite befragte Person (52 %) vorstellen, Einkäufe und Zahlungen künftig komplett an einen digitalen Assistenten zu delegieren.

Generation Z und „Early Adopter“ als Treiber des Wandels

Schon heute ist KI beim Onlineshopping für viele Deutsche keine Zukunftsmusik mehr:

  • Ein Drittel der Internetkäufer (34 %) nutzt bereits KI-basierte Funktionen wie die virtuelle Kleideranprobe per Augmented Reality, visuelle Produktsuchen oder Shopping-Assistenten.
  • In der Altersgruppe der „Generation Z“ (18- bis 29-Jährige) liegt dieser Anteil sogar schon bei 58 %.
  • Knapp die Hälfte der Anwender (45 %) hat sich zudem bereits durch eine KI-Empfehlung zu einem spontanen, ungeplanten Kauf verleiten lassen.

Besonders ausgeprägt ist die Akzeptanz bei den sogenannten Early Adoptern, also technikbegeisterten Menschen, die Neuerungen sofort ausprobieren. In dieser Gruppe sind 82 % bereit, KI-Agenten für den Einkauf einzusetzen; mehr als drei Viertel (77 %) würden ihnen auch die Zahlungsabwicklung anvertrauen. Die Hälfte dieser Gruppe rechnet bereits in den kommenden zwei Jahren mit dem flächendeckenden Durchbruch der Technologie.

Fakten statt Emotionen: Die Vorteile des intelligenten Einkaufs

Dass eine KI beim Shoppen oft klüger agiert als ein Mensch, glauben 58 % der Befragten. Sie sehen den größten Mehrwert im fortlaufenden, automatisierten Vergleich von Preisen, Produktqualität und Verfügbarkeiten im Netz. Auch die Arbeitserleichterung bei Routineeinkäufen – wie dem automatischen Nachbestellen von Alltagsgütern – wird geschätzt. Zudem sieht jeder Fünfte (20 %) einen klaren Vorteil darin, dass Algorithmen Kaufentscheidungen rein faktenbasiert und völlig frei von Emotionen treffen.

Insgesamt gehen drei Viertel der Deutschen (74 %) fest davon aus, dass sich KI-Agenten im Onlinehandel etablieren werden. Bei den 30- bis 39-Jährigen liegt diese Erwartung sogar bei stolzen 87 %.

„KI-Agenten markieren den nächsten Schritt im digitalen Handel: Sie agieren im Auftrag der Konsumenten und machen Online-Shopping einfacher, schneller und intelligenter“, erklärt Nikolaus Trzeschan, Country Manager von Mastercard Deutschland.

Vertrauen und Transparenz als Grundvoraussetzung

Trotz aller Euphorie betonen die Verbraucher, dass der automatisierte Einkauf an klare Bedingungen geknüpft ist. Als wichtigste Voraussetzungen für die Nutzung nennen sie eine einfache Bedienung und Kontrolle (30 %), gefolgt von absolutem Vertrauen in die Sicherheit (29 %) und voller Transparenz (25 %) bezüglich der getroffenen Entscheidungen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, schafft die Finanzindustrie bereits die passenden Rahmenbedingungen. Erst Anfang Mai 2026 wurde in Deutschland die erste reale Transaktion über einen KI-Agenten erfolgreich durchgeführt. Mit dem System Mastercard Agent Pay stellt das Unternehmen eine technische Infrastruktur bereit, die digitale Identitäten nutzt, um diese automatisierten Zahlungen sicher, nachvollziehbar und strikt im Rahmen der individuellen Vorgaben des Nutzers abzuwickeln.

Hintergrund zur Studie:

Für den „Mastercard Payment Pulse“ (bis 2024 unter dem Namen „Bezahlen als Teil des Einkaufserlebnisses“ bekannt) befragte das Marktforschungsinstitut GfK eBUS® im Zeitraum vom 2. bis 6. April 2026 insgesamt 1.005 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren im Rahmen einer repräsentativen Online-Stichprobe.

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