Samstag , 3 Dezember 2022

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Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) veröffentlicht Strategie bis 2025

Nach einer Konstituierungsphase leiten die beiden Geschäftsführer Dr. Christian Hummert und Daniel Mayer seit Herbst 2021 die Geschicke der Agentur. Nun haben sie ihr Strategiepapier für die kommenden drei Jahre vorgestellt. Zur Mission der Cyberagentur sind darin folgende sechs Kernpunkte enthalten:

  1. Bahnbrechende und zukunftsgestaltende Forschungsprogramme und -projekte im Bereich der Cybersicherheit und den damit verbundenen Schlüsseltechnologien sollen initiiert, finanziert, gesteuert und konkret beauftragt werden.
  2. Die beauftragten, hochinnovativen Projekte werden mit hohen Risiken behaftet sein.
  3. Die von der Agentur initiierten Forschungsfragen werden sowohl auf Basis der Bedarfe der Bereiche der Inneren und Äußeren Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland als auch auf Basis eines umfassenden (inter-)nationalen Forschungs-Monitorings erstellt.
  4. Die Cyberagentur agiert dabei als Impulsgeberin, Vernetzungsplattform und Partnerin für die Forschungslandschaft sowie als Ansprechpartnerin und Informationsquelle für die staatlichen Akteure der Cybersicherheit.
  5. Die Forschungsschwerpunkte werden transparent und nachvollziehbar dargestellt sowie im Austausch mit allen Beteiligten ständig weiterentwickelt. 
  6. Die Forschungsergebnisse werden der Bundesregierung vollumfänglich zur Verfügung gestellt.

Drei Kernthemen bestimmen die Arbeit der Agentur

Die thematischen Leitplanken für die Aktivitäten der Cyberagentur bilden die Bereiche Sichere Gesellschaft, Sichere Systeme und Schlüsseltechnologien. Innerhalb dieses Rahmens beschließt die Cyberagentur eigenständig Forschungsprogramme und daraus hervorgehende Forschungsprojekte. Eine notwendige Redundanzprüfung für Projekte und Programme wird durch die beiden federführenden Ressorts BMVg und BMI initiiert. 

„Mir ist es wichtig, dass die Projekte der Cyberagentur einer abgestimmten Strategie folgen. Die Projekte sollen ineinandergreifen und sich gegenseitig ergänzen und stützen. Ziel muss es sein, die Cybersicherheit in Deutschland gesamthaft zu stärken“, erklärt Forschungsdirektor Dr. Christian Hummert zum Hintergrund der Entscheidung über die Aufstellung der drei Kernbereiche.

Der Themenbereich Sichere Gesellschaft wird die Felder Digitale Identitäten, Cyberresiliente Gesellschaft, Mensch-Maschine-Interaktion, Cyberbefähigter Staat und Digitaler Verbraucherschutz beinhalten. 

Im Bereich Sichere Systeme geht es thematisch um den Schutz kritischer Infrastrukturen, Sichere Hardware und Lieferketten, hinsichtlich der Interoperabilität um Digitalisate und Data Fusion.

Das letzte Themenfeld beinhaltet Schlüsseltechnologien rund um die Kommunikation der Zukunft, die Kryptologie (Sicherheit durch Verschlüsselung und Sicherheit trotz Verschlüsselung) und Cybersicherheit durch Quantentechnologie, Cybersicherheit durch KI und Cybersicherheit für KI sowie die Sicherheit Autonomer intelligenter Systeme.

Redundanzen werden geprüft und Themengebiete sind erweiterbar

Vor der Förderung eines Projekts wird sichergestellt, dass gewählte Themen in dieser Form nicht bereits Bestandteil anderer finanzierter Forschungsprojekte sind. Werden über die in den Themenfeldern verankerten Bedarfe hinaus neue Themen an die Cyberagentur herangetragen oder im Rahmen der Trend- und Szenarioanalyse identifiziert, können diese in Absprache mit der Alleingesellschafterin, die Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls aufgenommen werden. 

Die gemeinsam mit den beiden federführenden Ressorts BMVg und BMI festgelegte Strategie der Cyberagentur wird in den Jahren 2023 und 2025 evaluiert und gegebenenfalls angepasst. Dies soll der hohen Entwicklungsdynamik im Bereich Cybersicherheit Rechnung tragen.

Ein Auszug aus dem Strategiepapier in Form einer Präsentation mit weiteren Details zu den einzelnen Forschungsthemen ist in der Anlage zu finden.

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