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Ebay: Kritik nach Datendiebstahl wächst

Die Kritik gegenüber der Online Handelsplattform Ebay wächst. Nachdem Ebay gestern zugegeben hatte, dass sich bereits gegen Ende Februar ein Datendiebstahl ereignet hatte und wahrscheinlich über 145 Millionen Nutzer betroffen sind, wird die Informationspolitik des Unternehmens stark kritisiert.

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Sicherheitsleck bei Ebay und Paypal: Kunden sollen Passwörter andern

Vor allem IT-Sicherheitsexperten schlagen Alarm und zeigen sich unzufrieden, über die bescheidene Informationspolitik der Online Handelsplattform Ebay. Denn bereits gegen Ende Februar konnten Hacker über 145 Millionen Nutzer-Informationen der Ebay-Nutzer abgreifen. Allerdings wies Ebay erst gestern seine Nutzer darauf hin, dass persönliche Daten wie Adresse, Geburtsdatum, E-Mail Adresse und natürlich auch das Passwort entwendet wurden.

Nutzer sind angehalten, so schnell wie möglich das eigene Passwort zu ändern. Sollte selbiges Passwort auch für andere Dienste wie Paypal verwendet worden, wird seitens Ebay empfohlen, auch diese Passwörter zu ändern.

Finanzdaten sind angeblich sicher

Die hinterlegten Finanzdaten, sprich Bankkonto wie auch Kreditkarte, werden gesondert abgelegt und dem entsprechend verschlüsselt. Laut Ebay sind die Daten sicher und wurden nicht abgegriffen. Es gäbe demnach keine Hinweise darauf, dass Bank- und Kreditkartendaten gestohlen worden seien.

Grundsätzlich sollen die Daten bisher nicht missbraucht worden sein, zumindest sei Ebay aktuell kein akuter Fall bekannt. Dennoch fordern Sicherheitsexperten und Behörden, dass Internetunternehmen für mehr Sicherheit sorgen müssen und im Falle des Bekanntwerdens eines Datendiebstahls deutlich schneller reagieren müssen.

Ebay hätte schneller Handeln müssen

Antiviren-Sicherheitsexperte Graham Cluley sieht Unternehmen wie Ebay in der Pflicht. Zum einen hätte Ebay nach seiner Auffassung zu langsam gehandelt. Ebay hätte seine Kunden bereits direkt nach Bekanntwerden des Hackangriffs informieren müsen.

Des Weiteren wäre es deutlich sinnvoller, wenn Ebay die Passwörter seiner Anwender direkt zurückgesetzt hätte, anstatt die Kunden mit einer Verzögerung von fast drei Monaten zum Ändern der Passwörter aufzufordern. Somit hätten die Hacker über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit die Nutzerkonten aktiv zu missbrauchen.

Quelle: Graham Cluley

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