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Google testet rotes Label „Slow“ für langsame Webseiten

Die Suchmaschine Google testet aktuell ein Label für langsame Webseiten. Ähnlich wie die Kennzeichnung mobiler Webseiten könnten langsame Internetseiten in Zukunft mit einem roten Label mit dem Text „Slow“ gekennzeichnet werden.

Google testet rotes Label „Slow“
Google testet rotes Label „Slow“ (© yeyen - Fotolia.com)

Webseiten die den Vorstellungen bzw. Richtlinien von Google nicht genügen, könnten in Zukunft ihr blaues Wunder erleben.  Google setzt vermehrt auf eine direkte Kennzeichnung von Webseiten. Als Kriterium zieht Google stets heran, im Sinne seiner Nutzer handeln zu wollen und die beste Usability für die Nutzer gewährleisten zu wollen.

In einem Google+ Post von K Neeraj Kayasta wird mithilfe eines Smartphone- Screenshots gezeigt, wie sich Google ein entsprechendes Label vorstellt. In der mobilen Ansicht von Google sticht das Label aufgrund der Farbgebung deutlich in den Suchergebnissen heraus.

Kurioserweise zeigt der Screenshot, dass die beiden Google-Dienste YouTube und Google Scholar augenscheinlich nicht den Webmasterrichtlinien bzw. dem Wunschdenken von Google selbst entsprechen.

Rankingfaktor: Webseitengeschwindigkeit / Pagespeed

Dass die Geschwindigkeit einer Webseite ein Rankingfaktor ist, war in den letzten Jahren kein Geheimnis mehr. Welche Gewichtung dieser Faktor für Webseiten hat, wird dennoch immer ein Geheimnis bleiben, zumindest solange wie der Google Algorithmus nicht öffentlich gemacht wird.

Google testet rotes Label „Slow“ für langsame Webseiten
Google testet rotes Label „Slow“ für langsame Webseiten

Durch die explizite Kennzeichnung von Webseiten zeigt Google allerdings, dass die Geschwindigkeit der Webseite in Zukunft einen höheren Stellenwert genießen wird. Das Label für langsame Webseiten könnte dafür Sorge tragen, dass diese nicht nur schlechter gelistet werden, sondern auch die Klickraten deutlich runtergehen.

Für die Überprüfung der Geschwindigkeit einer Webseite stellt Google übrigens selbst ein entsprechendes Tool namens Google Pagespeed zur Verfügung. Darüber hinaus lässt sich die durchschnittliche Webseitengeschwindigkeit der vergangenen Monate auch in den Google Webmaster Tools nachvollziehen.

Pagespeed – Was ist langsam und was ist schnell?

Den meisten Webseitenbetreibern wird der Pagespeed ein Begriff sein, auch dass es stets Optimierungspotentiale wie zum Beispiel die Reduzierung von Bildgrößen und das Zusammenfassen von mehreren Abfragen. Aber die Frage, die sich der Webseitenbetreiber im Zuge von Googles neuem Label stellen mag ist, ab wann ist für Google eine Webseite schnell?

Mithilfe von Google Pagespeed lässt sich die Webseiten-Geschwindigkeit in Form von Punkten prüfen, allerdings wird hier keine exakte Zeitangabe gemacht. Bis vor wenigen Monaten gab es in den Google WebmasterTools noch eine Leistungsübersicht. Hier zeigte Google, wo sich die besagte Webseite nach Auffassung befindet und wie Google die Zeiten definiert.

Zum damaligen Zeitpunkt nannte Google die Zahl von 1,5 Sekunden bis eine Webseite vollständig (above the Fold) dargestellt werden sein sollte. Inzwischen geht man davon aus, dass der Wert deutlich niedriger liegt. Das Ziel sollte dem entsprechend sein, dass eine Webseite in Sachen Geschwindigkeit stetig weiterentwickelt wird. Dazu gibt auch Google selbst in seinen Webmasterrichtlinien entsprechende Tipps.

Fazit: rotes Label für langsame Webseiten

Google testet aktuell also ein rotes Label als Signal für langsame Webseiten. Nachdem Google bereits vor einigen Wochen für mobile Webseiten ein entsprechendes Label eingeführt hat, gilt es auch als wahrscheinlich, dass sich solch ein Label durchsetzen wird. Ferner könnte das Label zu Lasten der Webseitenbetreiber gehen, immerhin dient dies Label als Warnsignal für potentielle Besucher bzw. Kunden.

Quelle: searchengineland

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