Montag , 26 Januar 2026

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Bloatware bei Smartphones: Wer überlädt sein System am stärksten?

In der Welt der Mobilfunktechnologie gibt es für den Anwender kaum etwas Ärgerlicheres als ein fabrikneues Smartphone, dessen Speicher bereits ab Werk mit ungefragten Apps und Werbe-Schnittstellen belegt ist. Während unabhängige Institute wie Counterpoint Research und verschiedene Fachredaktionen die Software-Oberflächen regelmäßig unter die Lupe nehmen, zeichnet sich für das Jahr 2026 ein deutliches Bild ab: Die Schere zwischen „Clean Android“ und werbefinanzierten Oberflächen klafft weiter auseinander denn je.

 


 

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Die Spitzenreiter der Vorinstallation

Besonders Marken, die ihre Hardware zu aggressiven Kampfpreisen in den Markt drücken, stehen im Fokus der Kritik. Als Beobachter der Branche sieht man vor allem bei Xiaomi (einschließlich der Marken Redmi und POCO) eine hohe Dichte an Drittanbieter-Apps. Hier finanzieren Kooperationen mit Spiele-Publishern und Shopping-Portalen die günstigen Endkundenpreise. Auch Samsung bleibt ein kontroverser Kandidat für den Nutzer. Zwar hat der Weltmarktführer die Qualität seiner Oberfläche „One UI“ massiv gesteigert, doch die Dubletten-Problematik besteht weiterhin: Fast jeder Google-Dienst wird durch eine hauseigene Samsung-Variante ergänzt, was den Speicher unnötig belastet.

Strategien der Hersteller

Hinter der sogenannten „Bloatware“ steckt ein knallhartes Kalkül. Für den Produzenten ist die Vorinstallation eine lukrative Einnahmequelle. App-Entwickler zahlen hohe Kopfprämien, um auf den Startbildschirmen von Millionen Kunden präsent zu sein. Während dies bei Premium-Modellen oft dezenter geschieht, muss der Käufer von Einsteigergeräten häufig mit einer Flut an Benachrichtigungen und kaum löschbaren Werbe-Apps rechnen.

Lichtblicke für Puristen

Wer als Purist Wert auf ein unverfälschtes Erlebnis legt, hat laut aktueller Analysen klare Alternativen. Google selbst geht mit der Pixel-Reihe voran und liefert das aus, was man in Fachkreisen als „Stock Android“ bezeichnet – ein sauberes System ohne Drittanbieter-Ballast. Auch Motorola und der Newcomer Nothing werden von Testern immer wieder für ihre schlanken Benutzeroberflächen gelobt, die dem Besitzer die volle Kontrolle über seinen Speicherplatz zurückgeben. Dazu kann man natürlich Bloatware auch direkt entfernen – aber nicht immer und viele Nutzer wollen diesen Zusätzlichen Aufwand auch gar nicht.

Marktübersicht: Bloatware-Level 2026

HerstellerEinschätzung für den KundenSoftware-Philosophie
Xiaomi / POCOSehr hochAggressive Drittanbieter-Integration zur Preissubvention.
SamsungMittel bis HochFokus auf das eigene Ökosystem (Doppel-Apps).
Honor / OppoMittelZunehmende Eigenentwicklungen und Partner-Apps.
Google / MotorolaMinimalFokus auf Performance und Übersichtlichkeit.
AppleGeringKeine Fremd-Apps, aber viele fest installierte Werkstools.

Für den Verbraucher bleibt die Empfehlung klar: Ein Blick in die Software-Rezensionen vor dem Kauf ist heute genauso wichtig wie der Vergleich der Prozessorleistung. Denn was nützt der schnellste Chip, wenn das System durch Hintergrundprozesse unerwünschter Apps ausgebremst wird?

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