Mittwoch , 5 August 2026

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Sorgloser Umgang mit Daten: 85 Prozent der Gen Z bereits von Cyberbedrohungen betroffen

Die Generation Z verbringt mehr Zeit im Internet als jede andere Altersgruppe, vernachlässigt dabei jedoch grundlegende Sicherheitsmaßnahmen. Eine aktuelle Umfrage des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky zeigt eine deutliche Lücke zwischen der Selbsteinschätzung und den tatsächlichen Schutzvorkehrungen der zwischen 1995 und 2010 Geborenen.

 


 

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Hohe Online-Zeiten treffen auf geringen Cyberschutz

In Deutschland verbringen 58 Prozent der Gen Z den Großteil ihres Alltags online (international: 57 Prozent). Das Smartphone ist dabei für 72 Prozent das primäre Endgerät zur Internetnutzung. Trotz des hohen Selbstbewusstseins – 49 Prozent fühlen sich beim Ausprobieren neuer Online-Tools sicher und 35 Prozent halten ihre Kenntnisse im Schutz vor digitalen Gefahren für fortgeschritten – spiegeln sich diese Angaben kaum im Verhalten wider:

  • Antivirensoftware: Nur 16 Prozent der Befragten in Deutschland nutzen Schutzsoftware auf ihrem Smartphone (international: 27 Prozent).
  • Datensicherung: Lediglich 24 Prozent führen regelmäßige Backups wichtiger Daten durch (international: 28 Prozent).

Diese Diskrepanz birgt Risiken, denn 85 Prozent der deutschen Gen-Z-Befragten gaben an, bereits Erfahrungen mit Cyberbedrohungen gemacht zu haben. Unter anderem berichteten jeweils acht Prozent von gehackten Social-Media-Profilen oder dem Verlust von Zugängen zu Gaming-Konten.

Sensible Daten auf ungesicherten Geräten

Gleichzeitig dient das Smartphone als Speicherort für vertrauliche Informationen. 57 Prozent der Gen Z in Deutschland sichern dort persönliche Fotos oder Videos, während 50 Prozent Passwörter und Zugangsdaten direkt auf dem Gerät hinterlegen. Damit liegt die Generation Z beim Speichern von Dokumenten und Zugangsdaten deutlich vor älteren Altersgruppen.

Irina Ermilova, Vice President Consumer Product Management bei Kaspersky, warnt vor den Folgen: „Vertrautheit darf nicht mit Sicherheitskompetenz verwechselt werden. Apps und Geräte souverän zu bedienen, bedeutet nicht automatisch, Betrugsversuche zu erkennen oder persönliche Daten zu schützen.“

Tipps für mehr Sicherheit im digitalen Alltag

Zur Vermeidung von Datenverlusten und Fremdzugriffen empfehlen Experten folgende Grundregeln:

  • Skepsis bei Nachrichten: Keine persönlichen Informationen bei unaufgeforderten Anrufen oder Nachrichten herausgeben. Absender über offizielle Kanäle verifizieren.
  • Nutzung von VPNs: In öffentlichen WLAN-Netzen den Datenverkehr durch ein Virtual Private Network (VPN) verschlüsseln nutzen.].
  • Sicherheitssoftware installieren: Mobilgeräte durch aktuelle Antiviren- und Anti-Phishing-Lösungen schützen schützen, die Schadsoftware, Phishing und andere Online-Bedrohungen erkennen und blockieren kann.].
  • Passwort-Manager verwenden: Für jeden Dienst ein individuelles, komplexes Passwort nutzen und über Passwort-Manager verwalten.

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