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Ultra HD Monitore – die Pixelstürmer kommen

Nicht nur bei den Fernsehern – auch bei den Computer-Monitoren kommen immer mehr Modelle mit extrem hohen Auflösungen auf den Markt. Diese sind teilweise auch nicht wirklich teurer als klassische Modelle mit Full HD Auflösung. Doch nur wenn man bestimmte Vorrausetzungen erfüllt macht das Arbeiten oder Spielen damit wirklich Spaß.

Seit ein paar Jahren kommen immer mehr Nutzer von den klassischen 21 Zoll Monitoren ab und wechseln auf größere Bildschirmdiagonalen. Am meisten zulegen konnten die Modelle mit 27 Zoll Diagonale – die 27 Zoll Monitore. Der Vorteil: Die verwendbare Fläche ist größer – doch dann braucht man natürlich auch eine höhere Auflösung. Die Lösung hierfür ist die Ultra HD oder 4K Auflösung – dahinter verbirgt sich im „Consumer-Bereich“ eine Auflösung von 3.840×2.160 Pixel. Das sind insgesamt mindestens viermal mehr Pixel als bei der momentan gängigen Full HD Auflösung von 1.920×1080 Pixel.

Vor allem beim Arbeiten sind solch hohe Auflösungen ein richtiger Vorteil. So kann man auch mit einem Monitor sehr effizient Arbeiten in dem man beispielsweise mehrere Anwendungen bequem nebeneinander betrachtet. Positiver Nebeneffekt: Durch die sehr hohe 4K Auflösung werden auch kleine Texte sehr scharf dargestellt.

Seit Mitte letzten Jahres sind Ultra HD Monitore nicht nur für Profis spannend sondern auch für Verbraucher erschwinglich geworden. Es gibt Modelle im unteren Preissegment bis 500 Euro und einige bis 1.000 Euro – Profimodelle sind immer noch im Bereich über 1.000 Euro vorzufinden. Natürlich liegen die Preise noch über den normalen Full-HD Modellen. Auch in diversen Testberichten werden diese getestet und schneiden durchgehend kaum schlechter ab als die FHD-Konkurrenten. Speziell für 4K Monitore gibt es Testberichte beispielsweise hier: http://www.4k-monitor-test.com.

Passende Peripherie notwendig – die Grafikkarte

Natürlich sind 4K Monitore nur dann sinnvoll, wenn der eigene PC (also die Grafikkarte) diese auch ausliefern kann. Dabei kommt es wie gesagt vor allem auf die Grafikkarte an – diese muss besonders leistungsstark sein. Wer zusätzlich noch 4K-Videobearbeitung oder 4K-Gaming betreiben möchte muss schon zu einer Grafikkarte der Oberklasse greifen. Wichtig ist auch, dass die entsprechenden neuen Standards bezüglich der Anschlüsse erfüllt sind. Nur dann erreicht man die bei Full-HD üblichen Bildwiederholungsraten von 60 Hz.

Dazu gehört vor allem ein Display Port 1.2 Anschluss den viele neue Modelle schon unterstützen. Mit diesem kann man Bilder ruckelfrei bei 3840×2160 Pixeln mit 60 Hz übertragen. Aufpassen muss man bei HDMI-Anschlüssen. Der bisherige Standard HDMI 1.4 kann zwar Bilder in 4K übertragen – allerdings nur mit 30 Hz. Dies ist so niedrig, dass Ruckler auch schon beim normalen Scrollen auftreten – damit mach das Arbeiten keinen Spaß. Erst der neue HDMI Standard 2.0 ermöglich eine 60 Hz-Übertragung. Wichtig: Sowohl der 4K Monitor als auch die Grafikkarte müssen den Standard unterstützen. Mehr dazu auch bei wikipedia.

Übrigens: Auch das passende Kabel ist notwendig. Zwar sollten theoretisch alle Kabel die Signale richtig übertragen können – in der Praxis hat sich aber gezeigt, dass das nicht unbedingt immer so ist. Am besten ist es wenn die Kabel direkt beim neuen Monitor dabei sind – ansonsten sollte man sich vor dem Kauf genau informieren, ob die neuen Standards unterstützt werden.

Vorsicht bei der Betriebssystem-Wahl

Auch im Jahre 2016 gibt es noch Probleme mit der Software. Viele Programme und sogar Betriebssysteme sind auf solch hohen Auflösungen noch gar nicht vorbereitet. Bei vielen Programmen (vor allem bei kleineren Bildschirmdiagonalen) sind manche Schaltflächen oder Texte in 4K Auflösung einfach zu klein. Seit Windows 7 hat Microsoft eine Skalierung eingebaut die dieses Problem lösen soll – jedoch ist das Arbeiten damit – und auch mit Windows 8 immer noch nicht perfekt. Erst mit Windows 10 treten diese Probleme weniger oft auf. Das neuste Betriebssystem aus dem Hause Microsoft kann insgesamt allerdings sehr gut mit der 4K Auflösung umgehen – die Skalierung ist sogar bis auf 8K ausgelegt.

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