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Gehen die US-Behörden wegen Verschlüsselung von Apple vor Gericht?

Apple zieht die Preise für Apps an
Apple zieht die Preise für Apps an

Seit dem NSA-Skandal steht ist die Datensicherheit stark in den Fokus gerückt. Nicht zuletzt dadurch verloren viele Nutzer das Vertrauen in diverse Internetunternehmen. Um dieses wieder herzustellen, liefern sich die zahlreichen Unternehmen einen ständigen Streit mit den US-Behörden. Dabei geht es weiterhin um die Frage, inwieweit amerikanische Unternehmen den Behörden Zugriff auf private Daten gewähren müssen.Neben verschlüsselter Kommunikation bei Apples iMessage und FaceTime geht es darum, wie mit der Speicherung von Daten auf internationalen Servern umzugehen ist.

Bereits Microsoft weigerte sich, E-Mails auszuhändigen. Die US-Behörden forderten diese, im Rahmen von Ermittlungen, ein. Diese sollten bei der Aufklärung Drogenschmugglerfalls helfen. Die geforderten E-Mails lagen auf einem Server in Dublin, Irland.  In diesem Zusammenhang verlangte Microsoft eine Verfügung von einem irischen Gericht. Die Argumentation der amerikanischen Behörden lag darin, dass Microsoft als US-Unternehmen alles herausgeben muss, über das der Konzern verfügen kann. Eine New Yorker Richterin bestätigte eine vorherige Entscheidung, bei welcher der Konzern-Gigant den US-Behörden die Inhalte der E-Mail-Accounts aushändigen müsse. Dennoch wurde das Vollzug für das Berufungsverfahren ausgesetzt.

Diesbezüglich bestehen Sicherheitsbedenken. Für den Fall, dass die internationale Zugriffsmöglichkeiten durchgesetzt werden, ermöglicht dies beispielsweise auch den Zugriff von chinesischen und russischen Behörden auf Server in den USA. Des Weiteren wären Daten, welche chinesischen oder russischen Unternehmen gehören, nicht mehr sicher.

Bereits heute sind die amerikanischen Betreiber dazu verpflichtet, den Behörden einen Access Point für Verbindungen bereitzustellen. Das bedeutet, dass das Abhören von Mobilfunk-Gesprächen bereits möglich ist. In Bezug auf Apple wünschen die Behörden weiterhin, dass sie einen Zugriff auf die Kommunikation erhalten. Dank der Ende-zu-Ende-Verschlüsselten Verbindungen ist dies jedoch nicht möglich.

Tim Cook, CEO von Apple, nimmt hierzu Stellung: Wenn man für die Polizei einen Schlüssel unter einer Fußmatte verstecke, dann könnte auch ein Räuber diesen Schlüssel finden.

Die US-Behörden ziehen daher eine gerichtliche Entscheidung in Betracht.

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