Der Ausbau des 5G-Netzes in Deutschland hat im vergangenen Jahr noch einmal massiv an Fahrt aufgenommen. Während die Netzbetreiber früher oft mit „Fake-5G“ (DSS) arbeiteten, steht 2026 im Zeichen von 5G Standalone (5G SA). Wir haben uns die aktuelle Netzabdeckung der vier Betreiber angesehen und zeigen, wo die Reise hingeht – auch mit einem speziellen Blick auf Thüringen.
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Von der anfänglichen Euphorie im Jahr 2019 bis zum heutigen Standard war es ein weiter Weg. Im Jahr 2026 können wir festhalten: Die 5G-Versorgung ist in der Fläche fast auf Augenhöhe mit LTE angekommen. Laut Bundesnetzagentur erreichen wir bundesweit eine Flächenabdeckung von rund 95 % durch mindestens einen Anbieter. Doch der Teufel steckt im Detail – vor allem bei der Unterscheidung zwischen Haushalten und der tatsächlichen Landesfläche.
Telekom weiterhin vorn, O2 als Aufholjäger
Die Deutsche Telekom verteidigt ihren Spitzenplatz und versorgt mittlerweile beeindruckende 99 % der Haushalte. Auch in der Fläche führt Bonn mit rund 87 %. Überraschend stark zeigt sich O2 Telefónica, die ihren Ausbauplan deutlich vorzeitig erfüllt haben und nun ebenfalls bei 99 % Haushaltsabdeckung liegen. Vodafone konzentriert sich verstärkt auf die Netzverdichtung und den Ausbau entlang der Verkehrswege, hinkt in der reinen Flächenabdeckung (ca. 75 %) aber leicht hinterher.
Ein neues Bild ergibt sich durch 1&1. Der vierte Netzbetreiber hat die Migration seiner Kunden ins eigene 5G-Netz (mit Vodafone als neuem Roaming-Partner) abgeschlossen. Mit einer eigenen Haushaltsabdeckung von etwa 25 % konzentriert sich 1&1 vor allem auf Ballungsräume.
Der Stand der 5G-Netze im Überblick (Januar 2026)
| Merkmal | Deutsche Telekom | Vodafone | O2 Telefónica | 1&1 Mobilfunk |
| Haushalte (5G) | ~ 99 % | ~ 92 % | ~ 99 % | ~ 25 %* |
| Fläche (5G) | ~ 87 % | ~ 75 % | ~ 76 % | < 1 % |
| 5G Standalone | Flächendeckend (5G+) | Flächendeckend (5G+) | Weitgehend verfügbar | In Ballungsräumen |
| Max. Speed | Bis 1.000 MBit/s | Bis 1.000 MBit/s | Bis 500 MBit/s | Bis 500 MBit/s |
| Technologie | Mix (3,6 GHz / DSS) | Mix (3,6 GHz / DSS) | Fokus auf 3,6 GHz | Open RAN |
*Restliche Abdeckung erfolgt über National Roaming im Vodafone-Netz.
Preislich gesehen macht es kaum noch einen Unterschied ob man 5G oder 4G nutzt. Es gibt in beiden Netzbereichen sowohl bei 4G als auch 5G günstige und teure Tarife – das hängt vor allem vom Datenvolumen ab und nicht vom Netzstandard, der genutzt wird.
Fazit: Ist LTE bald am Ende?
Obwohl 5G nun fast überall verfügbar ist, bleibt LTE (4G) das Rückgrat. Mit einer Flächenabdeckung von 98 % dient es weiterhin als unverzichtbarer „Anker“. Wer jedoch 2026 einen neuen Vertrag abschließt, sollte zwingend auf die 5G-Option achten – nicht nur wegen des Speeds, sondern wegen der deutlich höheren Kapazität in vollen Funkzellen.
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