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Kritik: Zu viel Datenspeicherung beim Autofahren

11 Unfälle mit Googles selbstfahrenden Autos
11 Unfälle mit Googles selbstfahrenden Autos

Kritik: Zu viel Datenspeicherung beim Autofahren – Vor rund 46 Jahren betraten die ersten Menschen den Mond. Dabei umfasste der Bordcomputer der Apollo 11 einen Arbeitsspeicher von ca. vier Kilobyte. Im Vergleich: das neue Samsung Galaxy S6 beinhaltet einen Arbeitsspeicher von 4194304 Kilobyte.

Auch die Entwicklung der Autoindustrie ist weit vorangeschritten. Damals schaffte ein VW Käfer eine Spitzengeschwindigkeit von 116 km/h. Die Leistung lag bei 34 Pferdestärken und er verbrauchte ca. 9 Liter Bezin auf 100 Kilometern. Nach vielen technischen Fortschritten wie beispielsweise das Halten der Spur oder beim Bremsen, etc. wurden die neusten Prototypen der Selbstfahrenden Autos vorgestellt. Exemplarisch sei der Mercedes F015 zu nennen. In diesem Zusammenhang warnt der Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Verbraucher. Demnach muss bei der zunehmenden Digitalisierung darauf geachtet werden, dass die Datenhoheit bei der Bevölkerung bleibt.

Neben diversen Fortschritten, welche das alltägliche Autofahren angenehmer machen, lässt sich jedoch unter Umständen auch Einzelheiten zum Fahrverhalten aufzeichnen. Beispielsweise bieten bereits Kfz-Versicherer Tarife an, bei denen ein Rabatt gewährleistet wird, die in die digitale Überwachung des eigenen Fahrverhaltens einwilligen.

Der Minister sieht demnach eine Gefährdung der Freiheit, welche das Grundgesetz gewährleistet. Der Präsident des Automobilverbandes VDA, Matthias Wissmann, sieht hingegen viele Vorteile. Neben dem Vermeiden von Unfällen könnte es eventuell sogar in der Strafverfolgung eingesetzt werden. Somit würden Fahrer digital zum Einhalten von Verkehrsregeln animiert werden.

Im Zusammenhang mit der Datensammlung richtet der Justizminister diverse Forderungen an die Automobilindustrie:

Die Datenvermeidung und Datensparsamkeit müssen leitende Grundsätze sein. Die Autofahrer müssen der Datensammlung explizit zu stimmen. Auch müsse es einen “Aus-Knopf” geben. Dem Fahrer müsse es möglich sein, die Datenübermittlung zu erkennen, zu kontrollieren und zu stoppen. Außerdem muss der Fahrer entscheiden können, welche Unternehmen zugriff auf die Daten erhalten. Zwar sollen die neuen System das “Denken” für die Fahrer übernehmen, jedoch dürften diese auf keinen Fall manipulativ oder missbräuchlich eingesetzt werden.

Wissmann betont, dass die neuen Technologien einen großen Sicherheitsschritt bedeuteten. Viele der heutigen Unfälle werden durch ein Fehlverhalten des Menschen ausgelöst. Die Autos der Zukunft gelingt es, dass diese “hinter die nächste Kurve blicken” und gefährliche Situationen wie Staus oder Glatteis erkennen können.

Bis die Technik der selbstfahrenden Autos vollständig ausgereift ist, wird es viele Jahre dauern. Daher ist in den kommenden Jahren nicht mit einer Marktveröffentlichung zu rechnen.

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