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Amazon Fire TV im Hands-on-Test: Netflix, #‎INVALID_GEO_IP‬, Sprachassistent

Seit dem heutigen Donnerstag dürfen die ersten Amazon Fire-TV Vorbesteller ihre Mediabox in den Händen halten. In unserem Testbericht möchten wir auf einige Probleme #INVALID_GEO_IP und die Gefahr eines doppelten Amazon Prime Accounts hinweisen.

Amazon Fire TV
Amazon Fire TV im Test: #‎INVALID_GEO_IP‬ und fehlender Ausschalter

Amazon Prime Kunden erhalten die Mediabox Fire TV zu einem Preis von lediglich 49 Euro anstatt 99 Euro. Die erste Charge war binnen weniger Minuten ausverkauft, viele Kunden müssen sogar bis Mitte November warten, um in den Genuss der Mediabox zu kommen. Kunden die erst jetzt Amazon Fire TV bestellen, müssen sogar bis zum Januar 2015 warten.

Im Lieferumfang enthalten sind eine Fernbedienung, das Netzteil und natürlich das Fire TV. Die Installation der Mediabox erfolgt binnen weniger Minuten. Die Box brauch nur mittels HDMI Kabel an das entsprechende TV-Gerät angeschlossen werden und schon kann die Konfiguration beginnen. Damit das Gerät einsetzbar ist, muss es natürlich auch mit dem Internet verbunden werden. Die Verbindung kann per Ethernet-Kabel oder WLan hergestellt werden. Ein entsprechendes Einleitungsvideo erklärt eigentlich sämtliche Funktionen der Mediabox respektive auch der Fernbedienung.

Amazon Fire TV: Startschwierigkeiten dank Fehlercode #INVALID_GEO_IP

Nach dem Einleitungsvideo werden die meisten Anwender gefragt, ob Sie Amazon Prime Video für die kommenden 30 Tage testen wollen. Und genau damit beginnen die ersten Probleme – sobald der Anwender erklärt, er möchte Amazon Prime für die kommenden 30 Tage testen, wird er wahrscheinlich ein weiteres Abo abgeschlossen haben.

Amazon.com Prime Instant Video Mitgliedschaft
Amazon.com Prime Instant Video Mitgliedschaft

Genau diese Amazon Prime Kunden werden wahrscheinlich auch den Fehlercode #INVALID_GEO_IP erhalten, sofern der Kunde versucht ein Video abzuspielen. Egal welches Video, ob Film oder Serie, die Fehlermeldung bleibt.

Der Grund ist relativ simpel – auch wenn ziemlich unverständlich. Die Mediabox wurde von Amazon direkt mit dem eigenen Konto verknüpft, sofern bei der Bestellung das Gerät nicht als Geschenk deklariert wurde. Allerdings hat Amazon die Mediabox nicht mit dem Amazon.de Konto, sondern mit dem Amazon.com Konto verknüpft. Das wiederum bedeutet, wir haben im ersten Schritt ein Amazon Prime Abo unter Amazon.com abgeschlossen, obwohl wir bereits ein Amazon Prime Abo unter Amazon.de haben. Was ist also zu tun?

  1. Daten von Amazon.com auf Amazon.de übertragen
    1. Mein Konto unter Amazon.com aufrufen.
    2. Dort den Punkt „Manage Your Content and Devices“ aufrufen.
    3. Und dort den Link „ Learn more about transferring to Amazon.de“ aufrufen und den Anweisungen folgen.
    4. Nach dem die Fire TV Box auf unser Amazon.de Konto verschoben wurde, muss sich der Anwender in seiner Mediabox ab- und wieder anmelden.
  2. Prime-Abo unter Amazon.com löschen/deaktivieren
    1. Wieder auf Amazon.com ins eigene Konto wechseln.
    2. Den Punkt „Manage Prime Membership“ aufrufen.
    3. Mit Klick auf „Do not continue“ in der linken Spalte die Mitgliedschaft beenden.

Ein holpriger Start für Amazon Fire TV. Die optimale Variante wäre gewesen, wenn Amazon die Mediabox direkt mit dem eigentlichen Kundenkonto verknüpft hätte, dann würden sich einige Kunden enorm Zeit und Nerven sparen.

Amazon Fire TV in Original-Verpackung
Amazon Fire TV in Original-Verpackung

Amazon Fire TV: Optik, Anschlüsse und WLAN

Die Settop-Box Fire TV misst 115 × 115 × 7,5 Millimeter und ist ohne Verkabelung 281 Gramm, mit Strom- und HDMI-Kabel 299 Gramm schwer. Die SoC-Plattform Snapdragon S4 Pro 8062 beinhaltet einen Qualcomm Krait 300 mit bis zu 1,7 GHz und den bekannten Grafikprozessor Qualcomm Adreno 320.

Amazon Fire TV

Price:

4.2 von 5 Sternen (4152 customer reviews)

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Unterstützt wird der Vierkern-Prozessor durch zwei Gigabyte LPDD2 Arbeitsspeicher mit 533 MHz. Insgesamt verfügt die Box über 8 Gigabyte Speicherplatz für Anwendungen und Games. Eine Internetverbindung kann per WLAN wie auch Ethernet hergestellt werden. Weiterhin verfügt das Gerät über einen HDMI Anschluss in der Version 1.4b, ein optisches Audiokabel. Ebenfalls an Bord ist auch Bluetooth 4.0 mit HID, HFP 1.6 und SPP.

Amazon Fire TV Unboxing
Amazon Fire TV Unboxing

Die Optik und Haptik des Fire TV wie auch der Fernbedienung wirkt edel und darf sich durchaus mit vergleichbaren Geräten der Konkurrenz messen. Fingerabdrücke und Flecken bleiben auf der Box haften und lassen sich nur mit Mühe entfernen.

Fire TV: Sprachsteuerung ist überraschend gut

Nach dem sämtliche Startschwierigkeiten behoben sind, kommen wir auch schon zu den Annehmlichkeiten der Streaming-Box. Die Box erlaubt eigentlich nur zwei bzw. drei Möglichkeiten um nach gewünschten Film und Serien zu suchen. Die einfache Textsuche, das Durchzappen und die Sprachsuche.

Die Textsuche ist relativ langwierig, auch wenn die Navigation innerhalb des viertuellen Ziffernblocks schnell ist. Das Durchzappen funktioniert analog wie bei der Fernsehprogrammsuche am Fernseher. Die Sprachsuche ist quasi das Highlight der TV-Box, denn egal ob nach „Bud Spencer“, „Jennifer Lawrence“ oder die Filmreihe „X-Men“ gesucht wird, das Gerät erkennt die Spracheingabe ohne Probleme und zeigt dem Anwender die passenden Inhalte an.

Lediglich ein Problem haben wir gefunden – die Suche nach „Robert Downey Junior“ ergab keinen Eintrag. Das Problem ist das Anhängsel „Junior“, dass in der Regel durch „jr“ abgekürzt wird und auch die Inhalte werden mit dieser Kurzform eingepflegt. Abhilfe schafft dann die Suche nach „Robert Downey“.

Fire TV: Kein Full HD, dafür 5.1-Sound und Netflix

Full-HD Filme werden noch nicht ausreichend abgespielt. HD-Inhalte werden anscheinend auf eine niedrigere Auflösung heruntergerechnet. Ob dies mittelfristig durch ein entsprechendes Update behoben wird, ist noch nicht bekannt. Dennoch ist das Bild ordentlich. Auch die Ton-Qualität überzeugt.

Angebote wie Netflix, Spotify und Zattoo sind zum Marktstart in Deutschland auch verfügbar. Zudem lassen sich die Mediatheken der einzelnen Anbieter, wie ZDF, ohne Probleme nutzen. Die Steuerung ist ähnlich einfach, wie in Verbindung mit Amazon Prime Instant Video.

Fazit: Fire TV überzeugt, hat aber kleine Mankos

Grundsätzlich weiß die Amazon TV-Box zu überzeugen, dass was sie tun soll, sprich Filme, Serien und Musik-Inhalte schnell und in guter Qualität abzuspielen, bewerkstelligt die Settop-Box einwandfrei. Doch schon der Start mit der TV-Box kann einigen Anwendern echte Nerven kosten. Eine Beschreibung bzw. eine Hilfe zu Problemen und Fehlern gibt es nicht und der Kunde ist zumindest aktuell auf sich alleine gestellt.

Darüber hinaus besitzt das Gerät weder einen Anschalter, noch einen Ausschalter. Entweder das Gerät läuft 24/7 im Standby Modus oder der Kunde wird gezwungen nach dem Einsatz der Box den Stecker zu ziehen. Offiziell ließ Amazon dazu verlauten „Es ist nicht notwendig das Amazon Fire TV auszuschalten, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Das Amazon Fire TV geht nach 30 Minuten Inaktivität in den Ruhemodus und erhält dennoch automatisch wichtige Software-Updates. Der LED-Indikator auf der Vorderseite des Geräts wird sich ausschalten, sobald das Gerät in den Ruhemodus geht.“

Optisch wirkt das Gerät sehr edel, die Fernbedienung funktioniert einwandfrei und auch die Software erlaubt eine schnelle und effektive Navigation. Die WLAN-Qualität ist gut, trotz einer Entfernung von rund 10-12 Metern zur Fritz-Box 7490 gab es weder Verbindungsabbrüche noch Ruckler bei der Wiedergabe von Filmen, Serien und Trailer.

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One comment

  1. Genau dieses Problem (mit amerikanischem Konto verknüpft, nix ging) hatte ich auch, mehr als ärgerlich.

    Vielen Dank für die hilfreiche Anleitung.