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Noise Cancelling: Bose mit Patentklage gegen Beats by Dr. Dre

Der bekannte Lautsprecher- und Kopfhörerhersteller Bose mit Sitz in Framingham (Massachusetts, USA) hat in der vergangenen Woche eine Patentklage gegen Beats Electronic, gegründet von Dr. Dre, eingereicht.

Apple Beats Music
Der Apple Dienst Beats Music soll zum Anfang scheinbar mit kostenloser Musik überzeugen. (© Kaspars Grinvalds - Fotolia.com)

Nach aktuellen Medienberichten soll das inzwischen von Apple gekaufte Unternehmen Beats Electronics fünf Schutzrechte für die Störschallunterdrückung in Verbindung mit Kopfhörern des Unternehmens Bose verletzten. Die Klage richtet sich gegen die Kopfhörer-Modelle Studio und Studio Wireless. Bose fordert sowohl Schadensersatz wie auch ein Verkaufsverbot.

Nach eigenen Angaben seien bei dem Unternehmen Bose der Umsatz wie auch die Gewinne eingebrochen, weil Beats Electronic ohne Erlaubnis die Bose Technologie für die Kopfhörer Modelle Studio und Studio Wirless einsetzten würde.

Bose reicht Patentklage gegen Beats Electronic ein

Alleine für die Störschallunterdrückung, auch als Noise Cancelling bezeichnet, besitzt das Unternehmen rund 22 US-Patente sowie 14 weitere Patentanträge. Die Technologie kommt beispielsweise bei den QuietComfort® 20i zum Einsatz. Der gute Ruf von Bose basiere auf die innovative Technik und daraus resultierende Überlegenheit der eigenen Produkte. Dem entsprechend sei das Unternehmen gezwungen, seine Produkte wie auch die Eigentumsrechte zu schützen.

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Patentklagen, vor allem in der Mobilfunk-Branche, stark angestiegen. Seit Jahren liefern sich Apple wie auch Samsung einen Patentstreit nach dem Anderen. Inzwischen gehört das Unternehmen Beats Electronic, dass mit Hilfe von Dr. Dre gegründet wurde, zum Apple Konzern. Gegen Ende Mai hatte Apple angekündigt, Beats Electronic für rund drei Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen. Die Übernahme soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Im Fokus von Apple stehen allerdings nicht die Kopfhörer, sondern der Musik-Streamingdienst Beats Music – allerdings gelten auch die Kopfhörer bei Brancheninsider als Türöffner für das jüngere Publikum.

Bose will eigene Technologien schützen

Es ist nicht die erste Klage die seitens Bose zum Schutz der eigenen Technologie eingereicht wurde. Schon in der Vergangenheit sah sich der Hifi-Spezialist Monster Cable mit einer entsprechenden Patentklage konfrontiert.

Die Idee zur Unterdrückung der Außengeräusche kam dem Firmengründer Amar Bose bereits im Jahre 1978 während eines Fluges von Zürich nach Boston. Bereits während des Fluges reiften erste Ideen zur Neutralisierung von Umgebungsgeräuschen. Seit dem hätte das Unternehmen an einer entsprechenden Technik gearbeitet, schon in den 80er Jahren kamen erste Prototypen beim Militär zum Einsatz. Privatanwender kamen erst im Jahr 2000 in den Genuss der Noise Cancelling Funktion.

Quelle: Golem

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