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Business Notebooks – welche Eigenschaften sind für effizientes Arbeiten wichtig?

Es macht einen großen Unterschied aus, ob ein Notebook privat für das Internet, für das Spielen oder als professionelles Arbeitsgerät genutzt werden soll. Je nach Anwendungsbereich muss ein Business-Notebook spezielle Eigenschaften besitzen und ist im optimalen Fall exakt auf seinen Zweck zugeschnitten. Geschäftsleute benötigen einen leistungsfähigen Laptop, der zugleich eine gute Balance zwischen Laufzeit und Rechenleistung bietet. Techniker müssen auf eine möglichst vielfältige Möglichkeit zur Erweiterung und zahlreiche Schnittstellen achten. Für Grafiker oder die Videobearbeitung ist eine schnelle, dedizierte Grafikkarte und eine hohe Bandbreite im Datentransfer unverzichtbar.

Großer Bildschirm, Mobilität oder eine lange Akkulaufzeit?

Auf den ersten Blick mag es sinnvoll erscheinen, ein Gerät mit einem großen Display von 17” oder gar 19” zu wählen. Doch der Bildschirm verbraucht bei einem Notebook mit Abstand die meiste Energie. Er steigt mit zunehmender Größe exponentiell an. Das führt dazu, dass großformatige Laptops entsprechend leistungsfähige Akkus benötigen. Diese beeinträchtigen die Mobilität der ohnehin schon eher sperrigen Geräte durch ihr hohes Gewicht zusätzlich. Aus diesem Grund eignen sich entsprechende Geräte eher als transportabler Ersatz für einen Desktop PC, sind als mobile Office Lösungen jedoch nur in speziellen Ausnahmefällen zu empfehlen.

Das optimale Format mit einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Mobilität, Laufzeit und Darstellung beträgt deshalb 15 Zoll für eine gemischte Nutzung und 12 Zoll für Notebooks, die häufig unterwegs ohne Netzstrom eingesetzt werden. Formate darunter sind nicht zu empfehlen, da sie eine vergleichsweise kleine Tastatur aufweisen. Sie erfordern deshalb eine längere Eingewöhnung und führen vermehrt zu Tippfehlern. Eine hohe Auflösung sorgt dabei für ein detailreiches Bild und verringert die Ermüdung der Augen bei langem Arbeiten. Leider gilt auch für sie, dass sie die Akkulaufzeit signifikant beeinträchtigen. Nach dem Bildschirm benötigen der Prozessor und die Grafikberechnung die meiste Leistung. Problematisch ist, dass viele moderne Notebooks zugunsten eines eleganten Designs auf eine extrem flache Bauart setzen. Dadurch wird der Raum für die Energieversorgung deutlich eingeschränkt.

Schnelle Datenverarbeitung für effizientes Arbeiten

Dokumente werden von modernen Programmen häufig komprimiert, um die Datenmenge gering zu halten. Der Nachteil an diesen Verfahren ist, dass ein Programm zunächst hohe Ressourcen für die Verarbeitung benötigt und anschließend deutlich mehr Speicherplatz belegen. Dies gilt insbesondere für Präsentationen, in denen hochauflösende Bilder und Videos eingebettet wurden. Deshalb muss ein Business-Notebook über einen schnellen Prozessor und einen ausreichenden RAM Speicher verfügen. Zu den leistungsfähigsten CPU gehören die Modelle der Intel Core i5 und i7 Serien. Obwohl i7 Prozessoren theoretisch eine höhere Rechenperformance liefern, sind sie nicht immer die beste Wahl. Der Grund liegt wieder einmal in der kompakten, schmalen Bauweise moderner Notebooks. Hohe Taktfrequenzen erzeugen viel Wärme, die effizient nach außen geleitet werden muss. Bei einer dauerhaften Auslastung gelingt dies wegen der zu kleinen Ventilatoren nicht ausreichend. Um eine Überhitzung zu vermeiden, drosselt der Prozessor seinen Takt automatisch und entfaltet so nicht seine volle Leistungsfähigkeit.

Das zweite wichtige Merkmal sind die Speicherkapazitäten – sowohl für temporäre Daten im RAM wie für dauerhafte auf der Festplatte. Mittlerweile haben sich SSD gegenüber HDD als Standard bei Business-Notebooks durchgesetzt. Weil sie keine beweglichen Bauteile besitzen, sind sie weniger empfindlich und sehr ausfallsicher. Ebenso wichtig ist, dass sie eine wesentlich höhere Transferrate besitzen und ein System spürbar beschleunigen. Ihre Kapazität liegt allerdings unter der von magnetischen Speichern und die Kosten sind wesentlich höher. Für sehr datenaufwendige Anwendungen wie beispielsweise die Videobearbeitung ist deshalb der Einsatz von externen Medien empfehlenswert. Für diese sollte das Business-Notebook über entsprechende Schnittstellen wie USB 3.0, FireWire oder sogar externes eSATA verfügen.

Bedienung und Tastatur für maximalen Komfort

Wie ein Tablet PC verwenden einige Business-Notebooks mittlerweile einen Touchscreen, der eine komfortable Bedienung über direkte Eingaben ermöglicht. Dies kann ein nützliches Feature sein, falls der Computer häufig für die Navigation zwischen Programmen oder die Steuerung externer Hardware genutzt wird. Eine präzise Steuerung zum Beispiel im Rahmen der Bildbearbeitung oder für handschriftliche Eingaben ermöglicht jedoch nur ein spezieller Eingabestift, der als Digitizer bezeichnet wird. Mit ihm können auch einzelne Punkte angesteuert werden.

Bei einer Tastatur sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Der erste ist die Größe im Vergleich zu der Standardtastatur eines PC. Eine enge Tastenanordnung benötigt eine längere Eingewöhnung und erschwert die Umstellung zwischen unterschiedlichen Computern. Entscheidend für ein komfortables Schreiben ist auch der Druckpunkt, der individuell als angenehm oder störend empfunden wird. Ein längerer Test inklusive einem Probeschreiben – sofern möglich – ist deshalb bei einem intensiven Einsatz zu empfehlen. Zusätzliche Extras wie eine Beleuchtung oder eine im Bildschirm integrierte LED-Lampe erleichtern die Arbeit in verschiedenen Umgebungen.

Allgemein haben sich diverse Hersteller darauf spezialisiert, Laptops direkt für das Business zu konzipieren. Neben einigen Modellen von HP und Dell sticht hier besonders die Lenovo Thinkpad Reihe heraus, welche schon seit Jahren als die Modellreihe für das Business gilt. Lenovo konnte nicht zuletzt dadurch seine Marktführerschaft beanspruchen, obwohl die PC-Verkäufe weltweit sinken.

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