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Immer noch ein Problem: Betrüger geben sich als Telekom-Mitarbeiter aus und klingeln an den Haustüren

Telekom mit Volumengrenze Für DSL-Tarife

Wenn im falschen Namen E-Mails, sogenannte Pishing-Mails, verschickt werden, sind Menschen oft schnell skeptisch. Dem Internet vertrauen schließlich viele noch nicht ganz und hier werden viel mehr Risiken und Gefahren als im echten Leben gesehen. Doch auch im Offline-Leben ist es ratsam, in manchen Situationen skeptischer zu sein. Das gilt im Moment besonders, wenn ein Telekom-Angestellter an der eigenen Haustür klingelt. Zur Zeit sind nämlich Betrüger unterwegs, die sich als Mitarbeiter der Telekom ausgeben und versuchen in die Wohnungen der Kunden oder an persönliche Daten zu gelangen. Es gibt jedoch einige Hinweise, die man beachten kann, um sich möglichst gut zu schützen.

Wie erkenne ich Betrüger?

Die Telekom betont, dass die Angestellten der Telekom eine Jacke mit dem Logo tragen. Das T muss deutlich erkennbar sein. Außerdem soll ein Dienstausweis sichtbar an der Jacke befestigt sein. Das ist ja schön und gut doch leider können genauso gut Betrüger diese Kleidung tragen. Hier wäre ein Hinweis das Überprüfen des Dienstausweises. Dafür kann man einfach bei der Telekom anrufen und nachfragen, ob zur Zeit Angestellte unterwegs sind und klingeln. Auch der telefonische Abgleich des Dienstausweises ist möglich. So kann man erfahren, ob der gezeigte Dienstausweis auch wirklich von der Telekom stammt. Am besten nutzt man dafür die Servicenummer 0800 8266347. Hier gibt es generell Informationen dazu, ob zur Zeit Angestellte unterwegs sind, die neue Produkte vertreiben.

Ein weiterer Hinweis ist der Grund, warum der vermeintliche Telekom-Angestellte geklingelt hat. Es gibt zwar Angestellte eines Subunternehmens der Telekom, Ranger, die ohne Termin an den Haustüren klingeln. Diese tun das aber nur um neue Produkte zu verkaufen und zum Beispiel über den Breitbandausbau zu informieren. Diese Besuche können auch durchaus abends vorkommen. Damit versucht die Telekom Kunden zu erreichen, die tagsüber arbeiten und nicht in die Telekom-Shops gehen. Sagt der Angestellte jedoch, dass er ein Update durchführen müsste oder an den Geräten in der Wohnung arbeiten müsste, dann kann man von einem Betrüger ausgehen. Service-Mitarbeiter, die sich um Updates, technische Defekte und Wartungsarbeiten kümmern, kommen nicht unangekündigt vorbei. Diese Mitarbeiter benötigen einen konkreten Termin und werden von der Telekom nicht einfach so zu den Kunden geschickt.

Auch forsches und verdächtiges Auftreten spricht für einen Betrüger, sagt André Hofmann, Telekom-Sprecher. Ein wirklicher Mitarbeiter der Telekom, der Kunden besucht um Angebote vorzustellen, geht einfach, wenn der Kunde dies wünscht. Lässt sich der vermeintliche Mitarbeiter also nicht so leicht abwimmeln, dann spricht dies gegen einen seriösen Angestellten der Telekom.

Was mache ich, wenn ein vermeintlicher Betrüger klingelt?

Als aller erstes ist es natürlich wichtig, keinen Angestellten ins Haus zu lassen, wenn man sich nicht komplett sicher ist, dass es sich um einen seriösen Angestellten handelt. Sollte man gar nicht Kunde der Telekom sein oder es sich um einen Angestellten handeln, der Wartungsaktivitäten als Grund vorgibt, dann sollte der Zugang zur Wohnung verweigert werden.

Natürlich sollte auch kein Vertrag unterschrieben und kein sonstigen persönlichen Daten weitergegeben werden. So können die Betrüger später damit auch keine Produkte oder Dienstleistungen auf den eigenen Namen kaufen. Man sollte den Betrüger in keinster Weise irgendeinen Angriffspunkt geben. Gibt man keine Daten heraus und lässt die Betrüger auch nicht in die Wohnung, dann haben sie später nichts gegen einen in der Hand. Sie können also keinen wirklichen Schaden anrichten.

Es ist wichtig auch mit anderen Nachbarn und Leuten aus der Gegend zu sprechen, damit diese über das Problem Bescheid wissen. Besonders ältere Menschen hinterfragen solche Besuche seltener. Eventuell haben auch Nachbarn von den Angestellten mitbekommen. Ein Austausch über den Eindruck und die Seriosität ist hier sinnvoll. Hier können zum Beispiel auch Facebook Gruppen von Ortschaften oder Stadtteilen sinnvoll sein, um auf dem Laufenden zu bleiben und vor solchen Betrüger zu warnen.

Natürlich ist dann der wichtigste Schritt, wenn alles für einen Betrüger spricht, die Polizei zu kontaktieren. Das ist vor allem wichtig, wenn man persönliche Daten von sich Preis gegeben hat, indem man eventuell einen Vertrag unterschrieben hat. Die Polizei kann dem Fall dann gezielt nachgehen und weitere Informationen über die Betrüger herausbekommen.

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