Home » Mobile » LTE – bei Handytarifen zunehmend wichtig, aber immer noch teuer

LTE – bei Handytarifen zunehmend wichtig, aber immer noch teuer

LTE – bei Handytarifen zunehmend wichtig, aber immer noch teuer – Wer einen neuen Handyvertrag sucht, der legt heute vor allem auf den Aspekt Internet wert. Hier versuchen die Anbieter oft mit hohen Geschwindigkeiten für ihre Tarife zu werben. Hohe Geschwindigkeiten klingen gut und werden von den Kunden auch mit schnellerem Surfen verbunden. Doch es kommt nicht unbedingt auf die Geschwindigkeit an, denn auch das jeweilige Netz spielt eine Rolle. Hier sollte man immer schauen, dass man das LTE-Netz nutzt, wenn das Smartphone LTE unterstützt. Das Nutzen von LTE bringt am Ende meist schnelleres Internet als eine hohe Datengeschwindigkeit bei normalen Tarifen. Warum das so ist, dass wird im folgenden erklärt. Außerdem wird auf die Frage eingegangen, welche Geschwindigkeit man überhaupt benötigt.

Vorteile von LTE

Zum einen wird der Ausbau des LTE-Netz zur zeit am meisten vorangetrieben. Zwar ist bei weitem noch nicht über all das LTE-Netz verbreitet, wobei besonders in ländlichen Regionen noch kein LTE-Standard vorhanden ist. Doch die großen Mobilfunkbetreiber haben ihren Fokus auf diesen Übertragungsstandard gelegt und sind daher auch intensiv dabei dieses Netz auszubauen. Das heißt man kann schon in kürze davon ausgehen, dass das LTE-Netz die beste Abdeckung haben wird. Schon heute ist die Netzabdeckung von 3G-Netz (UMTS/ HSPA) und 4G (LTE) nahezu ausgeglichen, zu mindestens bei der Netzabdeckung der Telekom. Das kann man auf der Karte zum Netzausbau erkennen. Es kann auch oft sein, dass LTE eine sehr gute Verbindung findet, während auf UMTS-Ebene gar kein Netz gefunden wird. Das liegt auch unter anderem daran, dass LTE mit einer Frequenz mit 800 MHz arbeitet, was eine sehr lange Wellenlänge ist.

Die Reaktionszeiten sind auch im LTE-Netz deutlich schneller. Während es bei UMTS zum Beispiel bis zu einer Sekunde dauern kann, bis ein Download beginnt, liegt diese Latenzzeit bei LTE bei lediglich 20-50 Millisekunden. Solche Verzögerungen sind vor allem beim Streamen von Filmen ärgerlich, da hier immer einige Sekunden Verzögerung vorliegen werden. Die Latenzzeit eines Netzes ist jedoch immer die gleiche und variiert nicht zwischen den Geschwindigkeiten. Wer zwar eine vermeintlich schnelle Verbindung im 3G-Netz hat, der muss dennoch bis zu 1 Sekunde warten, bis die Daten übertragen werden. Das mindert natürlich die Geschwindigkeit, die man eigentlich haben könnte.

LTE – für unter 10 Euro nur im O2 Netz mit viel Datenvolumen zu haben:

Geschwindigkeit spielt keine so große Rolle

Zum einen sollte man sich hier immer vor Augen halten, dass die angepriesenen Höchstgeschwindigkeiten nur in den seltensten Fällen auch erreicht werden. Daher wird auch oft mit dem Zusatz „bis zu“ geworben. So gibt der Anbieter bekannt, das man mit dem Tarif zum Beispiel bis zu 225 MBit/s surfen kann aber dass man diese Geschwindigkeit nicht wirklich erreichen muss. Solche Geschwindigkeiten schafft man nur in den wenigsten Städten in Deutschland. Bisher ist die Infrastruktur noch nicht dafür ausgelegt, dass viele Nutzer gleichzeitig diese Geschwindigkeit erhalten können. Mit einem Speedtest kann man herausfinden, wie hoch die Geschwindigkeit tatsächlich ist, die am Ende beim Smartphone ankommt.

Die meisten Internettarife bringen zur Zeit eine Geschwindigkeit von 21,6 MBit/s mit sich. Diese Geschwindigkeit ist auch in den meisten Fällen völlig ausreichend. Man kann damit zum Beispiel normal einen Film in HD-Qualität sehen oder Fotos schnell herunterladen. Öffnet man eine durchschnittliche Internetseite, die in der Regel um die 2 MB hat, dann dauert das nur 0,7 Sekunden. Schnelleres Internet wäre also nur nötig, wenn man schnell sehr große Datenmengen herunterladen möchte. Ist das der Fall, braucht man jedoch auch ausreichend großes Datenvolumen. Für Echtzeitanwendungen wie Video- oder TV-Streams und Surfen im Netz sind 21 MBit/s jedoch sehr ausreichend.

Ein Aspekt, bei dem man doch auf die Geschwindigkeit achten sollte, ist die Drosselung nach dem Aufbrauchen des Datenvolumens. Hier wird oft auf 16 kBit/s gedrosselt. Damit ist normales Surfen jedoch gar nicht mehr möglich, da dies viel zu langsam ist. Man sollte wenn möglich versuchen einen passenden Tarif zu finden, der nach der Drosselung noch 32 kBit/s oder sogar 64 kBit/s bietet. So sind immerhin einige Funktionen noch mit halbwegs ertragbaren Wartezeiten möglich.

Als Fazit kann man also sagen, dass es sehr sinnvoll ist, wenn der Handytarif im LTE-Netz nutzbar ist, da dieses eine bessere Abdeckung mit sich bringt und auch schnellere Reaktionszeiten liefert. Natürlich braucht man dafür auch ein Smartphone, welches LTE unterstützt. Sonst bringt das ganze nichts. Es ist jedoch nicht so wichtig, wie hoch die Geschwindigkeit ist. 21,6 MBit/s sind in der Regel genug. LTE-Tarife mit dieser Geschwindigkeit sind außerdem noch recht kostengünstig im Vergleich zu Tarifen mit einer höheren Maximalgeschwindigkeit.

Weiterlesen!

Vodafone versorgt Festivals, Open-Airs und Co. mit schnellem Internet

Dieses Szenario werden wohl einige kennen. Man besucht eine Veranstaltung wie ein OpenAir, Festival oder ...