Home » News » Stimmen zum Leistungsschutzrecht und Googles Maßnahmen

Stimmen zum Leistungsschutzrecht und Googles Maßnahmen

Leistungsschutzrecht - Google verlangt eine Verzichtserklärung

Gestern haben alle Quellen die in Google News gelistet werden, eine Benachrichtigung erhalten, dass Sie in Zukunft ihr Presseerzeugnis explizit für den Dienst Google News freigeben müssen oder eben die zukünftige Darstellung ihrer Seite in den Ergebnissen nicht wünschen. Im Prinzip geht es dabei in der Regel um einen kleinen Ausschnitt der von Suchmaschinen-Diensten für die Anzeige der Suchergebnisse verwendet wird.

Focus sieht es als Etappen-Sieg

Focus Online sieht die Änderung seitens der Suchmaschine Google als Etappen-Sieg an und scheinen außerordentlich zufrieden mit dem Ergebnis zu sein.

Es stellt sich nur die Frage, ob sich auch Focus Online mit der Konsequenz auseinander gesetzt hat – sicherlich hat damit auch Focus Online ein Zugeständnis seitens Google erhalten, aber mal angenommen Focus Online wird in Zukunft nicht mehr im Google News Dienst als Quelle geführt, bedeutet das auch deutlich weniger Besucher – weniger Leser.

Mithilfe von Google News können gerade die gut arbeitenden Presseverlage wie zum Beispiel auch Focus Online eine Menge an Besucher und damit Leser gewinnen.

Uns stellt sich natürlich die Frage, ob wirklich von einem Sieg bzw. Etappen Sieg gesprochen werden kann, wenn eine Entfernung aus dem Google News Index auch zeitgleich bedeutet, das je veröffentlichten Artikel rund 5.000 bis 20.000 Besucher weniger auf das eigene Produkt gelangen, denn schließlich bedeuten mehr Besucher auch mehr Einnahmen, vorausgesetzt ich bin in der Lage diese Besucherströme zu monetarisieren.

Zeit Online – Leistungsschutzrecht ein Fehler?

Die Zeit Online scheint ein Schritt weiter zu sein und hinterfragt mittlerweile offen, ob das Leistungsschutzrecht – zumindest in der jetzigen Form – ein Fehler sei.

Wobei auch hier eindeutig klar wird, dass die Befürworter keine sinnvollen Argumente aufweisen können, die das Leistungsschutzrecht zumindest in der jetzigen Form als sinnvoll erscheinen lassen würde. Gegner werden unter anderem als Schnorrer und Datenkraken bezeichnet. Der Hauptgrund soll aber augenscheinlich sein, dass Presseverlage im Internet kein oder zu wenig Geld mit ihren Inhalten verdienen – die Schuld gibt man natürlich der Suchmaschine Google.

Was aber hier vergessen wird ist ganz eindeutig, dass Google die Inhalte der Verlage sowohl über Google News als auch über die organischen Suchergebnisse für eine Vielzahl an potentiellen Besuchern bereitstellt und damit die Sichtbarkeit der Verlage im Internet unterstützt. Es kann doch nicht die Aufgabe von Google sein, dafür Sorge zu tragen, dass die Presseverlage durch die Besucher Kapital erwirtschaften. Es ist die Aufgabe der Presseverlage den Besuchern einen Mehrwert zu bieten und dafür zu sorgen, dass die Besucher konvertieren. Unabhängig davon, wie oft sich ein Otto Normal Verbraucher die Pro Leistungsschutzrecht-Seite durchliest, es sind keine Argumente vorhanden, die auch nur im Ansatz ein Verständnis für das Leistungsschutzrecht erlauben.

Die Hoffnung stirbt zu letzt

Wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Wochen offen sagte „das Internet ist Neuland auch für uns“, demnach bleibt einfach abzuwarten, dass sich langfristig etwas bewegt und hinsichtlich des Leistungsschutzrechts das Rad erfunden wird.

Weiterlesen!

National Roaming: o2 und E-Plus Netze in Kombination nutzen

O2 bietet neues DSL-Sortiment an

O2 bietet neues DSL-Sortiment an – Schon ab dem 16.10 wird es für die O2 ...