Dienstag , 14 April 2026

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KI-Betrug im Netz: Nur ein Fünftel überprüft die Quelle

Die Gefahr durch täuschend echte, KI-generierte Inhalte im Internet wächst, doch die Wachsamkeit der deutschen Internetnutzer hinkt hinterher. Obwohl sich fast die Hälfte der Befragten zutraut, künstliche Intelligenz zu erkennen, schaut in der Praxis kaum jemand genauer hin. Dies belegt der aktuelle Cybersicherheitsmonitor des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK).

 


 

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Die Lücke zwischen Selbsteinschätzung und Handeln

Die Ergebnisse der Studie zeichnen ein besorgniserregendes Bild:

  • Nur 19 % der Nutzer haben bisher die Seriosität einer Quelle überprüft.
  • Lediglich 28 % suchten aktiv nach optischen Unstimmigkeiten wie fehlerhaften Schatten oder unnatürlichen Gliedmaßen.
  • Rund ein Drittel (32 %) hat noch keine einzige der gängigen Schutzmaßnahmen ergriffen.

BSI-Präsident Claudia Plattner betont die Dringlichkeit der Aufklärung: „KI-generierte Inhalte sind längst im Alltag angekommen. Um Risiken und Falschinformationen zu identifizieren, ist es unverzichtbar zu erkennen, welche Beiträge in der Online-Welt KI-generiert sind.“ Das BSI setzt hierbei verstärkt auf Orientierung und Sensibilisierung der Verbraucher.

Neue Maschen: Der „Cybertrading-Fraud“

Besonders perfide sind Betrugsmaschen beim Online-Trading. Kriminelle nutzen KI, um Videos von Prominenten zu fälschen, die scheinbar für lukrative Anlagemöglichkeiten werben.

„Wer im Internet auf solche Angebote stößt, sollte im ersten Schritt überlegen, ob das Angebot überhaupt realistisch ist – oder zu gut, um wahr zu sein“, warnt Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsident und Vorsitzende des ProPK.

Unterschätzte technische Risiken

Das Wissen über die technischen Möglichkeiten der Cyberkriminellen ist laut Monitor gering. Nur etwa 40 % der Befragten halten es für denkbar, dass Kriminelle unsichtbare Anweisungen in Dokumente einschleusen oder KI-Programme zur Herausgabe sensibler Daten manipulieren – Szenarien, die technisch längst Realität sind.

Tipps für den digitalen Selbstschutz

Um sich vor KI-basiertem Betrug zu schützen, sollten Nutzer folgende Schritte beachten:

  1. Quellencheck: Prüfen Sie immer, wer den Inhalt veröffentlicht hat. Ist die Webseite seriös?
  2. Detailprüfung: Achten Sie auf Bildfehler (z. B. zu viele Finger, verschwommene Übergänge am Hintergrund).
  3. Realitätscheck: Wirkt das Versprechen (z. B. extrem hohe Rendite) glaubwürdig?
  4. Skepsis bei Promi-Werbung: Seien Sie besonders vorsichtig bei Videos, in denen bekannte Persönlichkeiten für Finanzprodukte werben.

Für Betroffene bieten das BSI und ProPK spezialisierte Checklisten an, darunter eine „Checkliste für den Ernstfall: Betrug beim Onlinebanking“, um im Schadensfall schnell und richtig zu reagieren.

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