Donnerstag , 2 Dezember 2021

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Report: Effektivitätssteigerungen durch 5G können Emissionen einsparen

Ein Bericht des MIT Technology Review untersucht die Auswirkungen der Konnektivität auf die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen. Untersucht wurden einige der emissionsintensivsten Industriesektoren wie der Energiesektor, Fertigungsindustrie sowie Transport und Logistik.

Der von Ericsson in Auftrag gegebene Report trägt den Titel „Decarbonizing industries with connectivity and 5G“. Er basiert auf weltweiten Erfahrungen von Führungskräften aus den Bereichen Technologie, Wirtschaft und erneuerbare Energien. Die Veröffentlichung bewertet, wie der Einsatz digitaler Mobilfunktechnologien wie 5G die Emission von Treibhausgasen in der Energie-, Fertigungs- und Verkehrsindustrie reduzieren kann.

Laut dem Report können 5G und andere digitale Mobilfunktechnologien die Bemühungen zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes erheblich beschleunigen. Die Technologien lassen sich schnell einführen und helfen Unternehmen dabei, sich untereinander und mit ihren Kunden zu vernetzen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse:

  • 5G ist der Schlüssel zur Effizienzsteigerung und zu neuen nachhaltigen Betriebsabläufen. Neben erheblichen betrieblichen Leistungsverbesserungen können Unternehmen mit 5G und anderen digitalen Mobilfunktechnologien auch beträchtliche Nachhaltigkeitsgewinne erzielen, indem sie die Energieeffizienz durch Kontrollmöglichkeiten erhöhen oder Abfall- und Materialkosten durch optimierte Prozesse reduzieren.
  • Daten aus dem Mobilfunknetz verbessern die Analysemöglichkeiten. Die Daten, die von IoT-Geräten, autonomen Fahrzeugen und Anlagen generiert werden, bieten Entscheidungsträgern einen besseren Einblick in ihre Abläufe. Damit ermöglichen sie einen breiteren Überblick über die Aktivitäten, die Treibhausgasemissionen verursachen. So kann in Verbindung mit einer einer leistungsstarken Analyseplattform eine Lösung entstehen, die eine deutliche Senkung des Kohlendioxidausstoßes ermöglicht.
  • Es gibt Zusammenhänge zwischen sehr emissionsreichen Sektoren. Viele Unternehmen sind durch Betriebsmodelle und Geschäftsökosysteme miteinander vernetzt und nutzen bereits gemeinsame Daten und Erkenntnisse. 5G kann eine stärkere Vernetzung von Systemen ermöglichen, so dass große Datenmengen über Lieferketten, Logistiknetze und Energienetze hinweg ausgetauscht werden können – ein echter Schritt in Richtung radikaler Emissionssenkung.

Regierungen und Unternehmen stehen unter enormem Druck, ihre Kohlenstoffemissionen schnell zu reduzieren und die Art, wie Energie und Materialien gewonnen und verbraucht werden, nachhaltig zu verändern.

Im August 2021 veröffentlichte das UN Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) seinen sechsten Bericht. In diesem sagt das Gremium unmissverständlich voraus, dass die Welt ohne eine erhebliche und sofortige Verringerung der Kohlendioxid- (CO2-) und anderer Treibhausgasemissionen vor einer Reihe irreversibler Klimaveränderungen stehen wird. Diese werden sich auf alle Aspekte unseres Lebens auswirken, von der Nahrungsmittelproduktion über Migrationsmuster bis hin zur Weltwirtschaft.

Erik Ekudden, Senior Vice President und Chief Technology Officer, Ericsson, sagt: „Durch vernetzte Technologien können der private und der öffentliche Sektor alle Arten von Anwendungen und Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels nutzen. Effiziente Logistik und Fertigung, Systeme für erneuerbare Energien und kohlenstoffarmer Transport sind nur einige der möglichen Anwendungsbereiche. Angesichts des weltweiten Energieverbrauchs, der Auswirkungen der CO2-Verschmutzung und der ineffizienten Ressourcennutzung müssen wir uns auf die Technologien konzentrieren, die den Wandel am schnellsten vorantreiben könne. Wir glauben, dass 5G eines der leistungsstärksten und skalierbarsten Werkzeuge ist, die uns dafür zur Verfügung stehen.“

Im Rahmen Ericssons Engagements für das Pariser Klimaabkommen trat das Unternehmen 2016 der Initiative Science Based Targets (SBTi) bei, die darauf abzielt, die Emissionen bis 2022 um 35% zu reduzieren (1,5°C-Ziel). Hierzu hat Ericsson in den Bereichen Fahrzeugflotte, Energieverbrauch der Anlagen, Transport von Produkten und Geschäftsreisen Veränderungen durchgeführt. Im Jahr 2020 sanken die Emissionen im Vergleich zu 2016 um 57% und im Vergleich zu 2012 um 71%.

Ericsson verfolgt seit 2019 das Ziel, den gesamten Betrieb bis 2030 klimaneutral zu gestalten. Für einen wirksamen Wandel und das Erreichen von Netto-Null-Emissionen braucht es ein globales Engagement, damit die Emissionen aus allen Teilen der Wertschöpfungskette reduziert werden. In der Lieferkette konzentriert sich Ericsson auf die Lieferanten mit den größten Einflussmöglichkeiten in diesem Bereich und versucht sie dabei zu unterstützen, negative Umweltauswirkungen zu reduzieren. Gefordert gegenüber der 350 emissionsintensivsten Zulieferern ist, sich am 1,5°C-Ziel auszurichten.

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