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Flash Player mit Sicherheitslücken – Adobe stellt Update bereit

Adobe hat erneut für den Flash Player ein Update bereitgestellt, dass kritische Sicherheitslücken schließt. Nutzer sollen das Update zeitnah installieren, alternativ das Browser-Addon vorübergehend deaktivieren.

Flash Player mit Sicherheitslücken - Adobe stellt Update bereit
Flash Player mit Sicherheitslücken - Adobe stellt Update bereit ((© frank peters - Fotolia.com))

Adobe hat das vor Tagen angekündigte Update für den Flashplayer bereitgestellt. Mit dem Update auf die Version 18.0.0.209 werden zwei als kritisch eingestufte Sicherheitslücken geschlossen. Betroffen sind die Versionen 18.0.0.203 für Mac und Windows, sowie 18.0.0.204 für Linux unter Einsatz eines Chrome-Browsers.

Erst in der vergangenen Woche hat Adobe ein Update für den Flashplayer bereitgestellt, nach dem auch hier Sicherheitslücken bekannt geworden sind. Einige Browser-Hersteller, darunter Mozilla, haben bereits reagiert und die entsprechenden Flash-Versionen auf eine Blacklist gesetzt.

In den letzten Wochen und Monaten häufen sich die Meldungen über akute Sicherheitslücken in Verbindung mit dem Adobe Flashplayer. Einige Technik- und Sicherheitsexperten fordern bereits die endgültige Einstellung der Flash-Technologie und verweisen darauf, dass es bessere und sicherere Alternativen gibt.

Flashplayer wird zum Sicherheitsrisiko

Die Sicherheitslücken sind durch den Hackangriff auf das Hacking Team bekannt geworden. Bei einem Angriff auf den italienischen Hersteller von Spionagesoftware konnten über 400 Gigabyte an Daten gestohlen werden. Das Unternehmen genießt ein zweifelhaften Ruf. Auch das Twitter-Konto des Hacking Team wurde im Zuge des Angriffs gekapert.

Durch den Hackangriff sind entsprechende Informationen, auch über die inzwischen geschlossenen Sicherheitslücken des Adobe Flash Players, ins Internet gelangt.

Flashplayer deaktvieren

Der Flashplayer bzw. die Technologie Flash gilt seit Jahren als potentielles Sicherheitsrisiko. Immer wieder gibt es Meldungen über Sicherheitslücken. Auch wenn Adobe in der Regel relativ zeitnah reagiert, so verstreichen doch einige Tage in der solche Sicherheitslücken aktiv ausgenutzt werden können.

Im Mozilla Firefox kann Flash über Extras -> Add-ons -> Plugins deaktiviert werden. Beim Punkt Shockwave Flash muss die Einstellung “Nachfragen, ob aktiviert werden soll” oder “Nie aktivieren” eingestellt werden.

Auch im Google Chrome kann unter den erweiterten Einstellungen im Abschnitt “Datenschutz” die entsprechenden Einstellungen vorgenommen werden. Hier geht es über die Schaltfläche “Inhaltseinstellungen” und dann unter “Plug-ins” mit der Auswahl von “Selbst auswählen, wann Plug-in-Inhalte ausgeführt werden sollen”. Alternativ kann auch das Flash-Plugin komplett deaktiviert werden.

Über Adobe Flash

Seinen Ursprung hat Flash im Hause von Macromedia. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco wurde am 3. Dezember 2005 von Adobe Systems übernommen. Seit dem gehören die bekannten Produkte, darunter auch Flash, FreeHand und Dreamweaver zum Produktportfolio von Adobe Systems.

Flash beschreibt die Plattform zur Programmierung und Darstellung von multimedialen Inhalten. Besonders in seinen Anfängen erlaubte Flash als eines der ersten Programme Bilder und Videos zu animieren und diese für das World Wide Web zu optimieren. Die Programmierung erfolgt mithilfe der objektorientierten Skriptsprache Actionscript. Inzwischen wurde Flash stets weiterentwickelt, so dass auch die Darstellung von 3D-Inhalten seit 2011 ermöglicht wurde.

Mithilfe des Adobe Flash Players lassen sich die erstellten Inhalte auf den jeweiligen Computern der Anwender abspielen. Inzwischen gibt es alternativen zum Flash Player und bedingt durch diverse Sicherheitslücken wünschen sich vor allem Sicherheitsforscher das Ende von Adobe Flash.

Quelle: Golem

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