Home » Software » Photoshop vs. Gimp: Wo sind die größten Unterschiede?

Photoshop vs. Gimp: Wo sind die größten Unterschiede?

Das Open-Source Bildbearbeitungsprogramm Gimp. Wer gerne Bilder bearbeitet und sich Photoshop nicht leisten kann oder will und nach einer kostenlosen Alternative sucht wird an dem Open-Source Programm Gimp nicht vorbeikommen.

Photoshop vs. Gimp: Wo sind die größten Unterschiede?
Photoshop vs. Gimp: Wo sind die größten Unterschiede? (© Rawpixel - Fotolia.com)

Gimp dürfte wohl das bekannteste und auch erfolgreichste kostenlose Bildbearbeitungsprogramm sein und im nachfolgenden Artikel soll herausgefunden werden, ob es dem teuren Konkurrenten von Adobe das Wasser reichen kann.

Die Unterschiede

Design und Basisfunktionen

Einen ersten großen Pluspunkt für Gimp gibt es für die Unterstützung verschiedener Betriebssysteme. Weil Photoshop auf einem Linux-System nicht unterstützt wird bleibt den Linux-Nutzern eigentlich fast nur der Griff zu Gimp.

Die Installation auf einem Windows-Computer läuft dagegen bei beiden Programmen schnell und flüssig, auch wenn Gimp das GTK+ 2 Runtime Environment für die Installation benötigt, das einzeln heruntergeladen werden muss und bei Photoshop die Aktivierung des Programms ein wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Ein deutlicher Unterschied ist gleich nach dem ersten Start erkennbar – Gimp setzt auf eine nicht-konsistente Benutzeroberfläche mit eigenen Fenstern für Werkzeugleisten, was auf den ersten Blick etwas unübersichtlich und gewöhnungsbedürftig erscheint. Hier gibt es einen Pluspunkt für Photoshop, weil das Gesamtdesign stimmiger und besser aufeinander abgestimmt zu sein scheint.

Sieht man von diesen Designunterschieden ab bieten aber beide Programme eine übersichtliche Werkzeugleiste, mit der man sich schnell zu Recht findet. Die Basisfunktionen der Bildbearbeitung sind in beiden Programmen gut umgesetzt und stellen auch Laien vor keine allzu großen Probleme.

Weitere Funktionen und Features

Bei den weiteren Funktionen und Features hat Photoshop die Nase vorn, weil es eine nahezu unbegrenzte Vielfalt an Möglichkeiten für erfahrene Bildbearbeiter bereitstellt. Unter anderem wird der CMYK-Standard unterstützt, der vor allem bei Fotografiedrucken zum Einsatz kommt, während Gimp bisher nur auf den RGB-Standard setzt.

Gimp unter Linux
Gimp unter Linux

Bei den angebotenen Effekten kann die Auswahl vorinstallierter Effektfilter von Gimp mit denen aus Photoshop durchaus mithalten – nur ein einfacher rote Augen-Filter für die schnelle Nachbearbeitung verunglückter Familienbilder fehlt leider.

Ein weiteres Manko fällt beim Zeichnen mit Pinseln auf, da es sie zwar in verschiedenen Größen gibt, aber nur bis zu einer gewissen Größe. Diese Problematik hat Photoshop mit seinen Schiebereglern für die Pinselgröße eleganter gelöst.

Die Unterstützung von Grafiktablets und ihren Funktionen wird von Gimp nur teilweise unterstützt, wer auf ein solches Gerät zurückgreifen möchte ist bei Photoshop besser aufgehoben.

Performance

Die niedrigen Systemanforderungen sprechen ganz klar für Gimp, weil es auch auf älteren PCs sehr gut lauffähig ist, was bei neueren Photoshop-Versionen nicht der Fall ist. Bei der Arbeitsgeschwindigkeit kann dagegen Photoshop punkten, da sich der Arbeitsablauf insgesamt flüssiger anfühlt als bei seinem Open-Source-Konkurrenten.

Fazit

Während Laien und Hobbybildbearbeiter mit Gimp durchaus zufrieden sein dürfen und für ihre Zwecke ein gutes Programm gefunden haben dürfte es auf professioneller Ebene schon schwieriger werden mit Gimp alle Bedürfnisse zu befriedigen, weil doch einige wichtige Elemente fehlen. Als vollwertigen Konkurrenten für Photoshop kann man Gimp aber trotz einiger guter Ansätze und der guten Basisfunktionen nicht betrachten, für einfachere Bildbearbeitung ist Gimp aber trotz kleinerer Schwächen eine gute Alternative.

Weiterlesen!

Smart Home – die Telekom gibt 100 Euro Rabatt auf die Erstausrüstung

Smart Home – die Telekom gibt 100 Euro Rabatt auf die Erstausrüstung – Der Herbst ...