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Kehrtwende? Getty Images stellt Bilder kostenlos zur Verfügung

Getty Images

Die US-amerikanische Bildagentur Getty Images macht einen Teil des riesigen Fundus an Bildmaterial kostenlos verfügbar. Übereinstimmende Medienberichte sprechen davon, dass Getty Images bis zu 35 Millionen Fotos für Blogger und Nutzer bereitstellt.

Grundsätzlich ist Getty Images dafür bekannt, sehr eigen bei der Verwendung wie auch dem Vertrieb von Bildern zu sein. Abmahnungen zu Ungunsten von Bloggern wurden in der Vergangenheit, wie in den Google Suchergebnissen zu erkennen ist, Reihenweise versendet. Dennoch vor allem Blogger dürfte es freuen, das Getty Images sich einem Wandel unterzieht und zumindest einen Teil des vorhandenen Bildmaterials auch für Blogger und Freelancer kostenlos zur Verfügung stellt.

Aus Unternehmenskreisen von Getty Images heißt es, selbst Wasserzeichen halten Nutzer und Blogger nicht davon ab, etwaiges Fotomaterial auf Websites und Blogs einzubinden. Jeden Verstoß gegen das Urheberrecht juristisch zu verfolgen, sei ein logistischer Aufwand der nicht im Verhältnis stehen würde.

Allerdings können Nutzer und Blogger die Bilder nicht direkt auf den Computer herunterladen, um diese dann auf den Webspace bzw. auf den Server abzulegen. Hier setzt Getty Images auf das Prinzip von Youtube und anderen Videoportalen. Das bedeutet Blogger konnten mithilfe eines „embedded“-Codes das Bildmaterial im Blog einbinden. Damit bleiben die Datenhoheit und die Kontrolle über die Bildmaterialien bei Getty Images.

Getty Images mit neuem Konzept

So schön es auch klingen mag, das Getty Images in Zukunft Bildmaterial für Blogger bereitstellt, bedeutet das für Blogger weiterhin, das die rechtliche Situation nicht abgesichert bzw. ungeklärt ist. Denn sollten Blogger gegen die Rechte Dritter verstoßen, dürfte unserer Auffassung nach auch die Einbindung eines Bildes mithilfe des embedded-Codes ein Problem darstellen.

Die Einbindung des iFrames ähnelt einer vorherigen Version des Like-Buttons, welche vor allem in Deutschland im Hinblick auf den Datenschutz als nicht unbedenklich galt. Zumal durch das Einbinden des iFrames Getty Images nicht nur die Möglichkeit besitzt, Daten der Nutzer zu erfassen, sondern auch diese Daten für weitere Auswertungen und Personalisierungen zu verwenden. Die Datenhoheit liegt bei Getty Images und dem entsprechend auch der Inhalt von dem Material, welches der Blogger auf seiner Website einbindet.

Ferner bedeutet dies, der Nutzer hat keine Kontrolle darüber, wenn Getty Images Änderungen an dem eingebundenen Material vornimmt. So können auch Bilder seitens Getty Images ohne Probleme deaktiviert werden. Übrigens nebst dem Bild muss auch weiterhin das Copyright enthalten sein, auch die mitgelieferten Share-Buttons müssen in einem sichtbaren Bereich sein.

Datengewinnung durch ein kostenloses Angebot

Das sammeln von Daten, in dem ein kostenloses Angebot zur Verfügung gestellt wird, ist im Prinzip nicht neu. Seit Jahren wird dies erfolgreich in Verbindung mit Apps für mobile Endgeräte, sprich bei Smartphone und Tablets, praktiziert.

Getty Images wird durch das Einbindend er Bilder in der Lage sein, Daten der Websites bzw. deren Besucher zu erfassen, diese auch für eigene Zwecke auszuwerten und zu verwenden. Welche Daten allerdings ermittelt werden, ist bislang nicht bekannt – allerdings darf durchaus davon ausgegangen werden, das sämtliche Informationen und Footprints, die ein Besucher hinterlassen kann, abgegriffen werden.

Die gesammelten Informationen könnten unter anderem dazu genutzt werden, um die Inhalte von Getty Images zu personalisieren wie auch das Anzeigen von Werbung. Auf Youtube wird beispielsweise bei jedem Start eines Videos für wenige Sekunden Werbung eingeblendet, dies könnte auch in Zukunft bei Getty Images passieren. Auch Yahoo verändert sein Angebot dahingehend, dass in Zukunft Inhalte verstärkt personalisiert werden. Ob das am Ende die Blogger zufriedenstellt, bleibt abzuwarten.

Von einer echten Kehrtwende kann nicht die Rede sein, sondern Getty Images geht einfach mit der Zeit und erkennt welches Potential, das zur Verfügung stellen von kostenlosen Inhalten haben kann. Youtube und ähnliche Dienste haben schon in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass das Potential sehr groß ist und dem entsprechend auch einiges an Geld zu erwirtschaften ist.

Quelle: Heise, gettyimages, thenextweb und curved

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